PRESSESTIMMEN


Augsburger Allgemeine, 26.01.2012:

[...] Mal werden vielmehr Aussagen zwischen die Strophen geschoben, das Zitat mit einem Klavierpart-Motiv (meisterlich begleitend Hedayet Djeddikar) unterlegt, ... [...] [≡ mehr]

Husumer Nachrichten, 27.06.2011:

[...] Der Pianist Hedayet Djeddikar war ein einfühlsamer Liedbegleiter, fand immer die richtige Balance, ließ der Gesangsstimme zur richtigen Zeit den Vortritt, degradierte sich aber nie zum reinen "Begleiter", sondern arbeitete die virtuosen Elemente seines Parts heraus. [...] [≡ mehr]

Generalanzeiger Bonn

[...] Rhythmisch galant begleitete sie Hedayet Djeddikar am Flügel in "Neue Liebe", in der das lyrische Ich die Elfen im Wald reiten sieht. [...] [≡ mehr]

Schlitzer Bote

[...] Die musikalische Auslotung all der vielfältigen Stimmungen in diesen Liedern wurde von beiden Künstlern, der Sängerin wie auch dem brillant und musikalisch kongenial begleitenden Pianisten, großartig bewältigt. [...] [≡ mehr]

Köln-Bonner Musikkalender

[...] Ein seltener Glücksfall in dieser Beziehung sind die Mezzosopranistin Susanna Frank und der Pianist Hedayet Djeddikar, die beim Endenicher Schumannfest einen Liederabend mit Werken der Genannten gaben. [...] [≡ mehr]

Generalanzeiger Bonn

[...] Hedayet Djeddikar am Klavier stand dem mit seinem intelligenten und nuancenreichen Spiel in nichts nach. Er konzentriert sich in seiner pianistischen Ausbildung seit längerem auf die Liedbegleitung und präsentierte sich als äußerst aufmerksamer Partner, der die Gesangspartien vollkommen verinnerlicht hatte und dementsprechend subtil reagieren konnte. [...] [≡ mehr]


Augsburger Allgemeine
Von Stephanie Knauer

Winterreise zu den Wohnungslosen Benefizkonzert
Schuberts Liederzyklus verbindet sich in Ulrichsbasilika mit eindringlichen Texten

Es liegt eigentlich auf der Hand und ist dennoch ein genialer Einfall des Journalisten Stefan Weiller, die „Winterreise“, Franz Schuberts 1827 komponierter „Kreis schauriger Lieder“ und ein Kelch voll Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit, der in 24 Liedern ausgetrunken wird, mit Zitaten heutiger Wohnungsloser zu verbinden. Die Musik drückt aus, was nicht gesagt und was nicht verschwiegen werden kann.

Eindrücklicher als bei dem Gastspiel in St. Ulrich und Afra kann man die Situation Wohnungsloser kaum nahebringen. Veranstaltet wurde die „Augsburger Winterreise“ in zweimonatiger intensiver Vorbereitung mit bewundernswertem Engagement und vorbildlicher Organisation vom SKM Augsburg. Der Eintritt war frei und stand so auch den eigentlichen Hauptpersonen offen. Die Resonanz war riesig und die Ulrichsbasilika mit 1000 Gästen voll besetzt. Die Spenden des Abends, insgesamt 7627 Euro, gingen an die Wärmestube und Wohnungslosenhilfe des Verbandes.

Die Verzweiflung des Einsamen vertonte Schubert so eindringlich wie kein Zweiter: „So zieh ich... durch helles frohes Leben einsam und ohne Gruß“ singt der Wanderer etwa im Lied „Einsamkeit“, der von der Stätte seiner enttäuschten Liebe bis zum Leiermann „drüben hinterm Dorfe“ geht. Auch das 2009 uraufgeführte Kunstprojekt wandert durch die Städte und wandelt sich dabei. An jedem Spielort werden Menschen ohne Obdach interviewt, die Texte anonym als ausdrucksstarke Miniaturen in das mehrdimensionale Programm eingeflochten. Lieder und Lesung themenverwandter Texte wechseln einander nicht monoton ab.

Mal werden vielmehr Aussagen zwischen die Strophen geschoben, das Zitat mit einem Klavierpart-Motiv (meisterlich begleitend Hedayet Djeddikar) unterlegt, Anfangs- und Schlusslied werden von der Orgel (Eva-Maria Hodel) gespielt, „Der Lindenbaum“ im Volksliedteil wunderschön von einem Vokalquartett übernommen und das „Irrlicht“ gar am Cembalo begleitet. Das holt den Kunstliedzyklus aus seinem konzertanten Charakter heraus, macht ihn hautnah lebendig und schmiegt hin untheatralisch dem Konzept an.

Auch der Gesangsteil wird geteilt und mal von Sopran (lyrisch samtig Christina Schmid), Tenor (Wolfgang Vetter) oder Bariton (Dirk Schneider) gesungen. Die Sänger wandern dabei unauffällig durch den Raum. Als Sprecher las der Schauspieler, Sänger und Komponist Michael Fitz betont unprätentiös, aber nicht emotionslos, sondern authentisch wirkend. Die Texte sprachen für sich.

Abgerundet wurde die Darbietung durch die Porträtreihe „Es steht Dir ins Gesicht geschrieben“ von Marko Petz, die noch bis 29. Februar in St. Ulrich und Afra zu sehen ist (täglich 10 – 17 Uhr).

Seitenanfang


Husumer Nachrichten
Von Cornelia Schoof

Große Kunst an einem schönen Ort

Grandioser Liederabend im Schoss vor Husum mit Ulf Bästlein, Susanna Frank, Charles Spencer und Hedayet Djeddikar

Husum Den glanzvollen Auftakt zum elften Meisterkurs für Liedgestaltung bildete im gut besuchten Rittersaal des Husumer Schlosses ein Liederabend, den die Lehrenden mit ehemaligen Studenten gaben. Ulf Bästlein (Bariton) und Charles Spencer (Klavier) bestritten den ersten Teil des Konzertes mit Romantischem aus der Feder von Franz Schubert und seinem Kollegen und Vertrauten Anselm Hüttenbrenner. Den zweiten Teil des Abends gestalteten Susanna Frank (Mezzosopran) und Hedayet Djeddikar (Klavier) mit Liedern von Reynaldo Hahn, Johannes Brahms und Erich W. Korngold.

Alle vier Künstler zeigten, dass die Gattung Lied es lohnt, aufgeführt zu werden. Es ist eine intimere Kunst als die Oper, eine Kunst, die viel tiefer geht, als die großen Szenarien es können. Susanna Franks Stimme ist besonders. Sie hat eine strahlende Höhe, einen Mezzo, der licht und hell klingt, aber immer einen eigenartigen Schleier der Melancholie mit sich trägt. Die strahlende Höhe der Sängerin füllt längst weit größere Räume als den Rittersaal. Aber hier hat sie vor neun Jahren den Nordfriesischen Liedpreis gewonnen, der ihre Karriere sehr gefördert hat. Der Pianist Hedayet Djeddikar war ein einfühlsamer Liedbegleiter, fand immer die richtige Balance, ließ der Gesangsstimme zur richtigen Zeit den Vortritt, degradierte sich aber nie zum reinen "Begleiter", sondern arbeitete die virtuosen Elemente seines Parts heraus.

Ulf Bästlein ist einer der wenigen Sänger, dem man das gesungene Wort auch wirklich glaubt. Er ist zuerst immer ein aufmerksamer Leser, dann ein Interpret des Wortes und erst zum Schluss ein Sänger, der Wort und Musik miteinander in Einklang bringt. Diese Gabe, auch in vielen CD-Einspielungen belegt, hebt ihn von anderen seines Faches ab. So wurde beispielsweise seine Schubert-Interpretation des Goethe-Gedichtes "An den Mond" zu sehr persönlicher Musik, die nicht nur rein und schön im Klang, sondern auch tief erlebt war. Es war eine zeitgemäße Deutung, ohne falsches Pathos. Die im Vergleich zu Schubert sehr viel herberen Lieder von Anselm Hüttenbrenner interpretierte Ulf Bästlein ebenfalls sehr facettenreich. Charles Spencer entlockte dem Klavier mit seiner hervorragenden Anschlagstechnik einen perlenden Klang. Ohne Härte, aber kraftvoll, virtuos und sehr achtsam dem Sänger gegenüber, war auch sein Spiel ein großer Gewinn an diesem Abend.

Viel Beifall gab es für ein Konzert, das ähnlich wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, große Kunst und namhafte Interpreten an einen wunderschönen, aber abgelegenen Ort brachte.

Seitenanfang


Generalanzeiger Bonn
Von Thomas Kirchhoff

Trinitatis-Kirche. Von nächtlichen Gesängen und der Sehnsucht der Liebenden in den verschiedensten Facetten handelte das romantische Programm des "Trio Contrejour" in der Endenicher Trinitatis-Kirche. Trio Contrejour

In sechs selten zu hörenden Liedern von Felix Mendelssohn Bartholdy legte Mezzosopranistin Susanna Frank mit warm timbrierte Stimme süßen Schmerz, den sie in "Auf Flügeln des Gesangs" melodiös entfaltete. Rhythmisch galant begleitete sie Hedayet Djeddikar am Flügel in "Neue Liebe", in der das lyrische Ich die Elfen im Wald reiten sieht. Daniel Agis weicher Flötenton komplettierte Moritz Hauptmanns melancholische "Meerfahrt" und den "Nachtgesang", der auch in Albert Roussels "Deux Poèmes de Ronsard" zusammen mit Frank die Gedichte aus der Renaissance lautmalerisch zu gestalten vermochte. Nicht weniger überzeugten Roussels "Krishna" aus "Joueurs de flûte" und André Caplets "Rêverie et Petite Valse". Mit Agis einnehmend virtuosem Spiel geriet Carl Reineckes programmatische Sonate "Undine" nach der Erzählung von Friedrich de la Motte Fouqué überaus spannend. Jaques Iberts "Deux Stèles Orientées de V. Segalen" sangen von der Liebe, bevor Reineckes "Waldesgruß" und "Frühlingsblumen" in der so gut harmonierenden Trio-Besetzung den Abend beschlossen. "Près des remparts de Seville" aus Georges Bizets "Carmen" in eigener Bearbeitung gab es als willkommene Zugabe.

Seitenanfang


Schlitzer Bote
Matinee-Konzert im Gartensaal: Susanna Frank (Mezzosopran) begeisterte mit Liedern der Spätromantik

SCHLITZ (SB). Eine glückhafte Spannung durchzog am Sonntagmorgen den Gartensaal des Schlosses Hallenburg in Schlitz, als die Mezzosopranistin Susanna Frank mit ihrem Klavierbegleiter Hedayet Djeddikar den weitgefächerten Strauß spätromantischer Lieder mit der Zugabe "Morgenlied" von Richard Strauß abschloss. Die sympathische Sängerin verfügt über eine Stimme, deren Fülle und Wohlklang in sämtlichen Stimmlagen voll präsent ist. Sie führt ihre Stimme mit klarer sprachlicher Diktion und in großen musikalischen Bögen vom zarten Piano bis hin zum runden, niemals sperrigen oder gar schrillen Forte. Und dies alles in einer gedanklich klar strukturierten und tief erlebten Durchdringung der Liedtexte. Susanna Frank und Hedayet Djeddikar, Foto: Schlitzer BoteGleich zu Beginn in den drei Liedern aus "Poeme d'un jour" von Gabriel Fauré wusste sie mit ihren reichhaltigen gestalterischen und stimmtechnischen Fähigkeiten deren vokalen Schmelz atmosphärisch sicher zum Klingen zu bringen. In den sich anschließenden sechs Mörike-Liedern von Hugo Wolf, beginnend mit dem rauschhaften "War doch heut nacht wohl ein Sturm gewesen", vermochte sie hin bis zu dem rhythmisch zögerlichen Tritt der beschließenden "Fußreise" mit ihrer differenzierenden Stimmführung und spannungsreichen Ausdruckskraft deren inhaltliche und klangliche Vielfalt überzeugend und fesselnd wiederzugeben. Eine Überraschung boten die drei Lieder des leider vergessenen Reynaldo Hahn, der in Paris lebte, Freund von Marcel Proust war und von Jules Massenet stark beeinflusst war, reihten sich diese in ihrem musikalischen Anspruch doch voll in die gesamte Liedfolge ein. Die Sieben frühen Lieder von Alban Berg, gewissermaßen Liedminiaturen, die er zu Beginn seiner Kompositionstätigkeit schrieb und die klanglich ihre Nähe zu Richard Strauß verraten, stellen trotz ihrer zeitlichen Kürze hohe Anforderungen und wurden von der Sängerin ausgezeichnet dargeboten. Die vier "Lieder eines fahrenden Gesellen" von Gustav Mahler, die dieser im Alter von 25 Jahren während seiner Zeit als Generalmusikdirektor in Kassel abschloss, die in ihrem schmerzhaften und seelisch zerrissenen Liebeserleben breit angelegt sind und die den Hörer gewissermaßen in ein Wechselbad von beglückender Naturidylle zu jähem Absturz hin in Verzweiflung und Depression hineinnehmen, Letztere zum Schluss des letzten Liedes mit den Worten "Nun hab ich ewig Leid und Grämen" zu erleben. Die musikalische Auslotung all der vielfältigen Stimmungen in diesen Liedern wurde von beiden Künstlern, der Sängerin wie auch dem brillant und musikalisch kongenial begleitenden Pianisten, großartig bewältigt. Mit der anschließenden Zugabe der "Widmung" von Robert Schumann wurden die Hörer aus der niederdrückenden Spannung der Schlussakkorde erlöst und in deren beglückenden Schwung und deren Klangseligkeit auf- und mitgenommen.

Seitenanfang


Köln-Bonner Musikkalender
Von Gunter Duvenbeck

"Endenicher Herbst": Liedgesang in hoher Vollendung

Die Überhöhung großer Poesie durch eine wahrhaft kongeniale Vertonung, wie sie großen Komponisten wie Brahms und Schumann, aber auch Alban Berg in ihren besten Liedschöpfungen gelungen ist, verlangt zweifellos auch von ihren Interpreten ein hohes Maß an (nach-)schöpferischer Intuition. Ein seltener Glücksfall in dieser Beziehung sind die Mezzosopranistin Susanna Frank und der Pianist Hedayet Djeddikar, die beim Endenicher Schumannfest einen Liederabend mit Werken der Genannten gaben. Schon in der einleitenden Brahms-Gruppe dominierten dabei die eher besinnlichen, intimen Stücke getreu dem Motto "Sei willkommen, Zwielichtstunde!", das dem selten zu hörenden Lied "Abenddämmerung" entnommen war. In vollkommener Übereinstimmung der Partner konnte dabei die Sängerin die jeweiligen Stimmungsgehalte in überzeugender und stilistisch adäquater Weise zur Geltung bringen, wobei es ja keineswegs ausreicht, die - gerade bei Brahms - erheblichen gesangstechnischen Anforderungen zu bewältigen, die ihr ohnehin mühelos gelangen. Es sind ja die feinen Nuancen in Timbre und Kolorit einzelner Silben und Töne, die das Geheimnis großen Liedgesangs ausmachen, und die mochte man hier in seltener Fülle bewundern. Somit empfand man auch den Verzicht auf Kontrastwirkungen, den die Titel-Wahl des Programms intendierte, durchaus nicht als Mangel, sondern tauchte ein in die abendlichen Stimmungsbilder, wie sie Dichter wie Mörike, Storm, Rilke und vor allem Eichendorff entworfen haben, dessen Vertonungen durch Schumann in seinem "Liederkreis" op. 39 zu einem Musterbeispiel erfüllten Liedvortrags gerieten, wobei beiden Interpreten gleiches Lob zu spenden wäre: Der Sängerin für ihre Einfühlung in die Dichtung, dem Begleiter für das traumwandlerisch sichere Erspüren jeder nur kleinsten Wendung ihres Vortrags.

Seitenanfang


Generalanzeiger Bonn
Von Mathias Nofze

Grelle Musik in den Jedermann-Monologen
Yo-Chan Ahn im Mehlemschen Haus

Bonn. Mehr Zuhörer hätte ein Liederabend mit dem Bariton Yo-Chan Ahn und dem Pianisten Hedayet Djeddikar verdient gehabt. Im Mehlemschen Haus fesselten sie das Publikum mit Liedern von Schubert, Schumann, Mahler und den "Sechs Monologen aus Jedermann" von Frank Martin. Yo-Chan Ahns Stimme offenbarte eine große Wandlungsfähigkeit, die dramatische, klanggewaltige Zuspitzung erlaubt, auf der anderen Seite aber weiche, samtige Facetten zeigte, ohne an Substanz einzubüßen. Erfreulich auch die klare Aussprache und die verhaltene, klug eingesetzte Mimik. Hedayet Djeddikar am Klavier stand dem mit seinem intelligenten und nuancenreichen Spiel in nichts nach. Er konzentriert sich in seiner pianistischen Ausbildung seit längerem auf die Liedbegleitung und präsentierte sich als äußerst aufmerksamer Partner, der die Gesangspartien vollkommen verinnerlicht hatte und dementsprechend subtil reagieren konnte. Drei Schubert-Lieder standen zu Beginn des Abends, die Yo-Chan Ahn bewegend gestaltete. Lediglich in "Sehnsucht" hätte man sich bei der Zeile "Süßer Friede" mehr Verletzlichkeit gewünscht. Zu mitreißend gestalteten Szenen formte das Duo "Abends am Strand" und "Belsazar" von Robert Schumann, und auch der Wechsel zu der entrückten Tonsprache Gustav Mahlers Rückert-Liedern gelang überzeugend. Erhellend auch die Interpretation der "Jedermann"-Monologe. Der Tod hat Jedermann angefasst, der Schock sitzt tief. Entsprechend grell, kantig und bildhaft ist die Musik, entsprechend affektgeladen geriet die fabelhafte Darstellung. Der Spendenerlös des Abends geht an Assiimwe-Juliet aus Uganda, um deren Ausbildung sich Rose Marie Zartner kümmert.

Seitenanfang